Ferienvermietung versus Langzeitvermietung

Los Baños Rental

Nach diversen Besprechungen mit Experten möchte ich in diesen Zeiten der Unsicherheit gerne ein paar Dinge fĂŒr meine Kunden zusammenfassen:

Der kĂŒnftige Feriengast wird bei jeder Art von Anmietung privater RĂ€ume (Vivienda Rural, Vivienda de Fines TurĂ­sticos), die zum Zwecke der Ferienvermietung eingerichtet wurden, sehr viel Wert darauf legen, dass die hygienischen Voraussetzungen eingehalten werden.

Es ist empfehlenswert, dies in die Beschreibung Ihrer Ferienwohnung mit aufzunehmen.

Es ist auch wichtig, die Extrazeit fĂŒr eine grĂŒndlichere Reinigung einzukalkulieren und mit der Reinigungskraft abzusprechen sowie fĂŒr ausreichend Zeit zwischen den Vermietungen zu sorgen.

Man sollte die Nutzung von Garten und Terrassen und die Möglichkeiten fĂŒr SpaziergĂ€nge in die Beschreibungen mit aufnehmen und sich vom allgemeinen Drang nach dem Strand etwas lösen. Wenn in diesem Sommer Vorschriften erlassen werden, ist es sinnvoll, diese unseren GĂ€sten auf entspannte Weise zu vermitteln, zumal wir das fantastische Cabo de Gata mit seinen einsamen StrĂ€nden vor der HaustĂŒr haben. Seien wir also positiv!

Wenn Gemeinschaftspools vorhanden sind, prĂŒfen Sie, ob EinschrĂ€nkungen bestehen. Es könnte sein, dass sie zunĂ€chst gar nicht geöffnet werden.

Es ist auch offensichtlich, dass ReisebeschrĂ€nkungen die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erhöhen. Wir wissen, dass die GĂ€ste ĂŒberwiegend Spanier sind und eher im eigenen Auto reisen. Und bei den Buchungen zeichnet sich bereits ein deutlicher Trend fĂŒr lĂ€ngere Aufenthalte ab.

Es ist ratsam, dies als attraktiv zu formulieren und entsprechende Angebote auf den Mietplattformen zu machen. 

Stellen Sie sicher, dass Sie einen Internetzugang fĂŒr diejenigen bereitstellen können, die den Home-Office-Bonus nutzen wollen. Auch das Angebot eines Arbeitsbereichs wird jetzt noch attraktiver als bisher.

Ich biete mit Casa Contenta an, Ferienwohnungen in meinen Katalog WINTER IN THE SUN mit aufzunehmen, um gezielt GÀste anzusprechen, die mindestens 6 Wochen und maximal 3 bis 4 Monate bleiben. Wir haben hierzu ein Formular entwickelt, in dem sich unsere GÀste vorstellen und ein paar Fragen beantworten sollen. Wir möchten damit vor allem sichergehen, dass der Mieter auch wirklich zu uns passt.

Sollten Sie Ihr Haus derzeit zum Verkauf anbieten, macht es durchaus Sinn, auch eine Vermietung vorĂŒbergehend in Betracht zu ziehen. 

contact(at)casa-contenta.es
Mai 2020

AlmerĂ­a im FrĂŒhling

Almeria Andalusien im FrĂŒhling

AUTOREN: MĂŒhlenbein David: Der gebĂŒrtige Berliner lebt bereits seit 2005 im Ost-Andalusischen Almeria. Noch wĂ€hrend der Schulzeit zog es ihn fĂŒr ein Austauschjahr nach Almeria. Danach war es fast einfacher dazubleiben als zurĂŒckzukehren. Er absolvierte ein Diplom-Studium in Tourismus und studierte zusĂ€tzlich auf Lehramt. Dieser mittlerweile 15-jĂ€hrige Aufenthalt im SĂŒden Europas wird hĂ€ufig durch seinen Beruf als Reiseleiter unterbrochen. Im Aktiv-Segment des Tourismus werden die verschiedensten Reiseziele erklĂ€rt und veranschaulicht. So bereiste er fĂŒr Wikingerreisen ganz Spanien, aber auch Regionen wie Apulien, Sardinien, SĂŒd- und Zentralfrankreich, Portugal, Marokko, Sri Lanka und Costa Rica.

MĂŒhlenbein David: Der gebĂŒrtige Berliner lebt bereits seit 2005 im Ost-Andalusischen Almeria. Noch wĂ€hrend der Schulzeit zog es ihn fĂŒr ein Austauschjahr nach Almeria. Danach war es fast einfacher dazubleiben als zurĂŒckzukehren. Er absolvierte ein Diplom-Studium in Tourismus und studierte zusĂ€tzlich auf Lehramt. Dieser mittlerweile 15-jĂ€hrige Aufenthalt im SĂŒden Europas wird hĂ€ufig durch seinen Beruf als Reiseleiter unterbrochen. Im Aktiv-Segment des Tourismus werden die verschiedensten Reiseziele erklĂ€rt und veranschaulicht. So bereiste er fĂŒr Wikingerreisen ganz Spanien, aber auch Regionen wie Apulien, Sardinien, SĂŒd- und Zentralfrankreich, Portugal, Marokko, Sri Lanka und Costa Rica.

Margaret von Schiller: Sie ist seit Beginn der 60er Jahre durch ihre Familie auch teils in Almeria beheimatet. Viele Jahre arbeitete sie als Programmacherin fĂŒr der Berlinale, und 2014 auch fĂŒr das Almeria Western Film Festival. 2006 ĂŒbernahm sie das bezaubernde Cortijo ihrer Eltern in der NĂ€he von Almeria, welches sie von Grund auf renovierte und nach zwanzig Jahren Berlin zu ihrem neuen und einzigen Lebensmittelpunkt ausbaute. Ein 250 Jahre altes Steinhaus, feuchte WĂ€nde, schlechte Baumaterialien verschiedenster Epochen waren eine echte Herausforderung. Genehmigungen und baurechtliche Richtlinien erforderten Geduld, gute Berater und Handwerker. Dieses Projekt fĂŒhrte dazu fĂŒr Kunden schöne Objekte zu suchen und den Kauf bzw. Verkauf zu begleiten. Damit entstand ihre Agentur Casa Contenta Almeria.

Zwischen WĂŒste, Schnee und Meer

Entdecken Sie Almeria und vielleicht finden Sie heraus, was so viele Filmemacher seit David Lean 1962 fĂŒr seinen Film Lawrence von Arabien als etwas ganz Besonderes entdeckt haben: Den hohen Kontrast von Licht und Landschaft hier in dieser Provinz am östlichen Ende von Andalusien.

Filmemacher und Fotografen sind aber nicht die einzigen, die hier auf Entdeckung gehen. Der 1988 entstandene Naturpark Cabo de Gata (International von der UNESCO als WeltbiosphĂ€renreservat und Geopark anerkannt) umfasst die einmalige Landschaft um das SĂŒd-Ost Kap der iberischen Halbinsel. Der erste Naturpark in Andalusien, der Land (38.000ha!) und Meeresraum( 12.000ha) schĂŒtzt. Die vielen Buchten sind dadurch viel ruhiger und unbelasteter. Man kann nicht erwarten dass alles immer topsauber ist, denn MĂŒll und Meeresverschmutzung machen auch hier nicht halt, aber es bedeutet unterschiedlichste Regelungen fĂŒr Taucher, Segler und Surfer. Und selbst wenn im Sommer viel los ist, hat man keine Bettenburgen und ĂŒberlaufene StrĂ€nde. An unsere geliebte StrĂ€nde der Playas Genovese und Monsul kommt man zum Beispiel im Hochsommer nur mit einem Shuttle-Bus. Alles wirkungsvolle Maßnahmen fĂŒr einen nachhaltigen und wunderschönen Aufenthalt am Meer. 

Wer wandern will findet viele geniale Spuren der Entdecker der Iberischen Halbinsel und der Piraten vergangener Jahrhunderte. Zwischen den Buchten /calas und den Schluchten /barrancos und den sanften Gipfeln hat man umwerfende Ausblicke auf zum Beispiel die Sirenen /las Sirenas. Dort prallen die Winde aus dem Norden und dem Westen aufeinander. 

Man blickt hinaus und sieht auf die letzten Meter der Straße von Gibraltar bevor sie sich im Mittelmeer auflöst. Hier hört man den Wind stĂ€ndig pfeifen und die Agarven mit ihren hohen Pita-stengeln trotzen dem Wind ebenso wie die niedrigen, wuscheligen Zwergpalmen. Auch die Farben sind ein Rausch, dieses Ocker oder Schwarz (Las Negras), das silberne und lilafarbene Lichterspiel zu jeder Jahreszeit. Alles dank dem trockenen Klima. Aber ĂŒbers Wetter wollen wir gar nicht sprechen. Das kann niemand nachvollziehen, der Almeria nicht kennt. 

Botaniker, Geologen und leidenschaftliche Mineraliensammler sind begeistert von Almeria. Hier wurde Gold, Silber und Erz abgebaut. Die 20ger Jahren waren ein Boom fĂŒr die englischen Eisenbahngesellschaften, die hier den Abtransport aus den entlegensten Minen garantierten. Selbst der Architekt Eiffel wurde geholt, um die Verladestation zu bauen, die heute eines unser Wahrzeichen ist im Hafen von Almeria. 

Das einmalige ist sicherlich dieser ‚Kessel‘ zwischen Meer und Hochgebirge in alle Richtungen, was bewirkt, dass wenig Regen ankommt, weil er seitlich abtreibt. Schon vor Millionen Jahren mit der Verschiebung der tektonischen Platten zwischen Afrika und Europa, entstand diese WĂŒste um Almeria. Das Meer zog sich zurĂŒck und im spĂ€ten 10 Jahrhundert erst bauten die Mauren das Wahrzeichen der Stadt den Alcazaba und grĂŒndeten damit auch die Stadt Almeria – ‚Spiegel des Meeres‘. Eine Festung am Meer, die einen grandiosen Blick ĂŒber den heute immer grĂ¶ĂŸer werdenden Hafen freigibt. Man sieht FĂ€hren nach Marokko auslaufen und trĂ€umt davon in knapp 6 Stunden in Afrika zu sein. 

Lustig, dass man diese schönen Landstriche und Wahrzeichen in den hier gedrehten Filmen wiedererkennt. NatĂŒrlich meist nicht als Almeria benannt, sondern als ein Filmset fĂŒr Game of ThronesConan der BarbarSpiel mir das Lied vom Tod, oder Indiana Jones. Das sind nur die bekanntesten der unzĂ€hlbaren Filme und Videoclips, die einen ganz eigenen Tourismus auslösen, nĂ€mlich die OriginaldrehplĂ€tze zu besuchen. Heute gibt es Webseiten wie andaluciadestinodecine.com, die einen an die tollsten Stellen fĂŒhren. Vor vierzig Jahren rannten wir hier noch mit Kompass und Tipps der Einheimischen durch die Canyons und trafen dann zufĂ€llig mal auf ein Filmset, nicht selten auch auf Stars, oder solche die es mal werden sollten. Almeria ist voll der Legenden. Ein ganz eigenes wunderbares Thema.

Heute gibt tourguides wie malcaminos.es die spannende 4×4 Fahrten in die WĂŒste anbieten. Da lernt man dann, dass hier immer noch viel Meerwasser fließt und wie es die Mauren geschafft haben mit Tunneln parallel zum Flussverlauf von weit oben das sĂŒĂŸe Regenwasser herunterzubringen, wenn es dann mal an einem der wenigen Tage im Jahr regnet. 

Faszinierend nah zum Meer liegt diese geschĂŒtzte WĂŒste von Tabernas. Wenn man auf der Autobahn von Granada hinunterfĂ€hrt, ist man beim plötzlichen Auftauchen dieser Landschaft geneigt sich auf einem anderen Planeten zu sehen. Das lĂ€sst sich nur noch in einer Vollmondnacht steigern, falls man nicht zum Sonnenuntergang vorbeikommt. Diese zusammengeschobenen Wellen von trockener Erde mit endloser Tiefe und wilden Canyons, lassen einen alle möglichen Bilder assoziieren.

Und nicht zu vergessen fĂŒr alle Westernfans – und hier wird man zum Westernfan, denn man fĂ€ngt an die ganzen Filme nochmal anzusehen – die Stuntshow in Fort Bravo oder die Can-Can Show im Mini-Hollywood. Es ist mehr wie nur ein VergnĂŒgen. Dies sind Orte, die von Menschen betrieben werden, die ein Erbe erhalten. Das tolle Erbe, das Ihnen z.B. Sergio Leone mit der Dollar-Trilogie geschenkt hat.

Almeria ist etwas fĂŒr Entdecker und neugierige und bewusste Touristen. Geo-Routen, Astro-Routen, Kayak-Routen. Oder mal einen Tag frieren oben in den Bergen am Calar Alto. Dort kann man ein Planetarium besuchen, das von Forschern in der ganzen Welt nachts ĂŒber ihre Computer fern-genutzt wird, aber mittlerweile auch Besucher empfĂ€ngt. Manche unserer deutschen Emigranten hier, sind Kinder von Forschern und Mitarbeitern, die in den frĂŒhen 70ger Jahren hierherkamen und geblieben sind. 

Und wenn wir schon von Forschern sprechen, sollten wir die Solar-Forschungsanlage mit Beteiligung des Deutschen Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrtbehörde in Tabernas nicht vergessen. Ein absolutes Muss fĂŒr jeden, der die Sonne schĂ€tzt und ihr die große Zukunft zurechnet. Man verlĂ€sst das PSA Besucherzentrum und hat fast ein wenig Angst vor der Kraft, die sich in der Sonne birgt.

Direkt an der Forschungsanlage vorbei fĂŒhrt eine kleine Landstraße hinauf in die Berge, in die Sierra Filabres. Diese sollte man im Februar hinauffahren, dann wird man einfach nur entzĂŒckt sein von der MandelblĂŒte und diesem zarten Rosa, welches sich ĂŒber alle HĂŒgel zieht. Das ist ein Geschenk, das bisschen spĂ€ter im Jahr nur noch von dem Duft der OrangenblĂŒte /azahar ĂŒbertroffen wird. Mandeln, Orangen, Trauben, Oliven, das ist der SĂŒden und das ist auch harte Arbeit. Und Almeria war arm, sehr arm, vor noch nicht allzu langer Zeit. Heute hat sich Almeria aus der Armut befreit. 

Eine wichtige und wertvolle Einnahmequelle ist die Tomate, neben anderem GemĂŒse und Sukkulenten-Pflanzen. Heute flĂ€chendeckend unter Plastik. DarĂŒber lĂ€sst sich streiten, aber diese Industrie kĂ€mpft um QualitĂ€t und Anerkennung und gegen viel internationale Konkurrenz. Almeria trumpft mit Klima. Und sie versuchen den Eco-Markt zu erobern. Der Biomarkt wĂ€chst mit. Wir essen tĂ€glich reifes, schmackhaftes GemĂŒse, dem die Sonne Farbe, Geschmack und Leben gibt. Und die kleinen dunklen Avocados aus Almeria sind unschlagbar lecker und wachsen am Baum an der KĂŒste, an den steilen HĂ€ngen ĂŒber dem Meer.

Gutes Essen macht Laune. Und hier geht man noch aus und liebt es gut zu essen. Almeria wurde 2019 sogar geehrt als Capital Española de Gastronomia. Die Spanier lieben es in großen Gruppen unterwegs zu sein. Familien, Freunde, Kollegen an langen Tischen und alles redet laut und gleichzeitig. Daran gewöhnt man sich, denn die gute Laune strahlt. 

Und wenn wir hier schon beim Essen sind, verraten wir auch, dass die gastronomische Erkundung Almerias unser Lieblingssport ist. Erst ein wenig wandern in Richtung der pittoresken, manchmal auch einfachen, eher etwas verlassen wirkenden Dörfer. Die Abwanderung in die GroßstĂ€dte ist ein Problem. Und wenn wir als AuslĂ€nder nicht immer noch hier Ferien machen wĂŒrden und sogar Grundbesitz kaufen wĂŒrden, wĂ€re es noch trauriger in der Provinz. Aber die Kneipen ĂŒberleben, zumindest die mit den guten, traditionellen Gerichten.

Der Spanier frĂŒhstĂŒckt ja eher nichts, aber ab Mittag ein kleines Bierchen /caña mit einer Tapa geht immer. In Almeria gibt’s die gratis dazu. Das verhindert den ersten kleinen Rausch am Tag. Tabernero, conejo, asadura, costillas in Kleinstportion, ist Luxus pur. Und falls es mal nach Regen aussieht, werden Migas gegessen. Sonst auch, aber der Regen fordert sie heraus. Am besten in Albanchez mit ‚Tomaten-Paprika remojon‘. UnĂŒbertroffen auch die Lammkeule im marokkanischen anmutenden Dorf BenizalĂłn. Und in der Bar Entreamigos in Velez Blanco sollte man sich das Rindersteak gönnen, mit einem Salat ‚tomate Raf‘ pur, mit bisschen kleingehacktem Knoblauch und dem heimischen kaltgepressten Olivenöl. Und dann wandern wir in die Höhlen, las cuevas de los letreros um das Wahrzeichen Almerias zu sehen, unseren Indalo.

Wir (David und Margaret) sehen uns nicht so hĂ€ufig, aber uns verbindet Berlin und Almeria. Und die haben sogar etwas gemeinsam: der Berliner lĂ€sst die anderen einfach ‚sein‘ und korrigiert nicht viel rum und das findet man hier auch. Und mit soviel Sonnenschein rund ums Jahr fĂŒhrt das zu guter Laune!

Almeria, Februar 2020

AUTOREN: MĂŒhlenbein David: Der gebĂŒrtige Berliner lebt bereits seit 2005 im Ost-Andalusischen Almeria. Noch wĂ€hrend der Schulzeit zog es ihn fĂŒr ein Austauschjahr nach Almeria. Danach war es fast einfacher dazubleiben als zurĂŒckzukehren. Er absolvierte ein Diplom-Studium in Tourismus und studierte zusĂ€tzlich auf Lehramt. Dieser mittlerweile 15-jĂ€hrige Aufenthalt im SĂŒden Europas wird hĂ€ufig durch seinen Beruf als Reiseleiter unterbrochen. Im Aktiv-Segment des Tourismus werden die verschiedensten Reiseziele erklĂ€rt und veranschaulicht. So bereiste er fĂŒr Wikingerreisen ganz Spanien, aber auch Regionen wie Apulien, Sardinien, SĂŒd- und Zentralfrankreich, Portugal, Marokko, Sri Lanka und Costa Rica.

und Margaret von Schiller: Sie ist seit Beginn der 60er Jahre durch ihre Familie auch teils in Almeria beheimatet. Viele Jahre arbeitete sie als Programmacherin fĂŒr der Berlinale, und 2014 auch fĂŒr das Almeria Western Film Festival. 2006 ĂŒbernahm sie das bezaubernde Cortijo ihrer Eltern in der NĂ€he von Almeria, welches sie von Grund auf renovierte und nach zwanzig Jahren Berlin zu ihrem neuen und einzigen Lebensmittelpunkt ausbaute. Ein 250 Jahre altes Steinhaus, feuchte WĂ€nde, schlechte Baumaterialien verschiedenster Epochen waren eine echte Herausforderung. Genehmigungen und baurechtliche Richtlinien erforderten Geduld, gute Berater und Handwerker. Dieses Projekt fĂŒhrte dazu fĂŒr Kunden schöne Objekte zu suchen und den Kauf bzw. Verkauf zu begleiten. Damit entstand ihre Agentur Casa Contenta Almeria.

Zwischen WĂŒste, Schnee und Meer

Entdecken Sie Almeria und vielleicht finden Sie heraus, was so viele Filmemacher seit David Lean 1962 fĂŒr seinen Film Lawrence von Arabien als etwas ganz Besonderes entdeckt haben: Den hohen Kontrast von Licht und Landschaft hier in dieser Provinz am östlichen Ende von Andalusien.

Filmemacher und Fotografen sind aber nicht die einzigen, die hier auf Entdeckung gehen. Der 1988 entstandene Naturpark Cabo de Gata (International von der UNESCO als WeltbiosphĂ€renreservat und Geopark anerkannt) umfasst die einmalige Landschaft um das SĂŒd-Ost Kap der iberischen Halbinsel. Der erste Naturpark in Andalusien, der Land (38.000ha!) und Meeresraum( 12.000ha) schĂŒtzt. Die vielen Buchten sind dadurch viel ruhiger und unbelasteter. Man kann nicht erwarten dass alles immer topsauber ist, denn MĂŒll und Meeresverschmutzung machen auch hier nicht halt, aber es bedeutet unterschiedlichste Regelungen fĂŒr Taucher, Segler und Surfer. Und selbst wenn im Sommer viel los ist, hat man keine Bettenburgen und ĂŒberlaufene StrĂ€nde. An unsere geliebte StrĂ€nde der Playas Genovese und Monsul kommt man zum Beispiel im Hochsommer nur mit einem Shuttle-Bus. Alles wirkungsvolle Maßnahmen fĂŒr einen nachhaltigen und wunderschönen Aufenthalt am Meer. 

Wer wandern will findet viele geniale Spuren der Entdecker der Iberischen Halbinsel und der Piraten vergangener Jahrhunderte. Zwischen den Buchten /calas und den Schluchten /barrancos und den sanften Gipfeln hat man umwerfende Ausblicke auf zum Beispiel die Sirenen /las Sirenas. Dort prallen die Winde aus dem Norden und dem Westen aufeinander. 

Man blickt hinaus und sieht auf die letzten Meter der Straße von Gibraltar bevor sie sich im Mittelmeer auflöst. Hier hört man den Wind stĂ€ndig pfeifen und die Agarven mit ihren hohen Pita-stengeln trotzen dem Wind ebenso wie die niedrigen, wuscheligen Zwergpalmen. Auch die Farben sind ein Rausch, dieses Ocker oder schwarz (Las Negras), das silberne und lilafarbene Lichterspiel zu jeder Jahreszeit. Alles dank dem trockenen Klima. Aber ĂŒbers Wetter wollen wir gar nicht sprechen. Das kann niemand nachvollziehen, der Almeria nicht kennt. 

Botaniker, Geologen und leidenschaftliche Mineraliensammler sind begeistert von Almeria. Hier wurde Gold, Silber und Erz abgebaut. Die 20ger Jahren waren ein Boom fĂŒr die englischen Eisenbahngesellschaften, die hier den Abtransport aus den entlegensten Minen garantierten. Selbst der Architekt Eiffel wurde geholt, um die Verladestation zu bauen, die heute eines unser Wahrzeichen ist im Hafen von Almeria. 

Das einmalige ist sicherlich dieser ‚Kessel‘ zwischen Meer und Hochgebirge in alle Richtungen, was bewirkt, dass wenig Regen ankommt, weil er seitlich abtreibt. Schon vor Millionen Jahren mit der Verschiebung der tektonischen Platten zwischen Afrika und Europa, entstand diese WĂŒste um Almeria. Das Meer zog sich zurĂŒck und im spĂ€ten 10 Jahrhundert erst bauten die Mauren das Wahrzeichen der Stadt den Alcazaba und grĂŒndeten damit auch die Stadt Almeria – ‚Spiegel des Meeres‘. Eine Festung am Meer, die einen grandiosen Blick ĂŒber den heute immer grĂ¶ĂŸer werdenden Hafen freigibt. Man sieht FĂ€hren nach Marokko auslaufen und trĂ€umt davon in knapp 6 Stunden in Afrika zu sein. 

Lustig, dass man diese schönen Landstriche und Wahrzeichen in den hier gedrehten Filmen wiedererkennt. NatĂŒrlich meist nicht als Almeria benannt, sondern als ein Filmset fĂŒr Game of ThronesConan der BarbarSpiel mir das Lied vom Tod, oder Indiana Jones. Das sind nur die bekanntesten der unzĂ€hlbaren Filme und Videoclips, die einen ganz eigenen Tourismus auslösen, nĂ€mlich die OriginaldrehplĂ€tze zu besuchen. Heute gibt es Webseiten wie andaluciadestinodecine.com, die einen an die tollsten Stellen fĂŒhren. Vor vierzig Jahren rannten wir hier noch mit Kompass und Tipps der Einheimischen durch die Canyons und trafen dann zufĂ€llig mal auf Filmset, nicht selten auch auf Stars, oder solche die es mal werden sollten. Almeria ist voll der Legenden. Ein ganz eigenes wunderbares Thema.

Heute gibt tourguides wie malcaminos.es die spannende 4×4 Fahrten in die WĂŒste anbieten. Da lernt man dann, dass hier immer noch viel Meerwasser fließt und wie die Mauren geschafft haben mit Tunneln parallel zum Flussverlauf von weit oben das sĂŒĂŸe Regenwasser herunterzubringen, wenn es dann mal an einem der wenigen Tage im Jahr regnet. 

Faszinierend nah am Meer liegt diese geschĂŒtzte WĂŒste von Tabernas. Wenn man auf der Autobahn von Granada herunterfĂ€hrt, ist man bei ihrem plötzlichen Auftauchen geneigt sich auf einem anderen Planeten zu sehen. Das lĂ€sst sich nur noch in einer Vollmondnacht steigern, falls man nicht zum Sonnenuntergang vorbeikommt.

Nicht zu vergessen fĂŒr alle Westernfans – und hier wird man zum Westernfan, denn man fĂ€ngt an die ganzen Filme nochmal anzusehen – die Stuntshow in Fort Bravo oder die Can-Can Show im Mini-Hollywood. Es ist mehr wie nur ein VergnĂŒgen. Dies sind Orte, die von Menschen betrieben werden, die ein Erbe erhalten. Das tolle Erbe, das Ihnen z.B. Sergio Leone mit der Dollar-Trilogie geschenkt hat.

Almeria ist etwas fĂŒr Entdecker und neugierige und bewusste Touristen. Geo-Routen, Astro-Routen, Kayak-Routen. Oder mal einen Tag frieren oben in den Bergen am Calar Alto. Dort kann man ein Planetarium besuchen, das von Forschern in der ganzen Welt nachts ĂŒber ihre Computer fern-genutzt wird, aber mittlerweile auch Besucher empfĂ€ngt. Manche unserer deutschen Emigranten hier sind Kinder von Forschern, die in den frĂŒhen 70ger Jahren hierherkamen und geblieben sind. 

Und wenn wir schon von Forschern sprechen, sollten wir die Solar-Forschungsanlage mit Beteiligung des Deutschen Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrtbehörde in Tabernas nicht vergessen. Ein absolutes Muss fĂŒr jeden, der die Sonne schĂ€tzt und ihr die große Zukunft zurechnet. Man verlĂ€sst das PSA Besucherzentrum und hat fast ein wenig Angst vor der Kraft, die sich in der Sonne birgt.

Direkt an der Forschungsanlage vorbei fĂŒhrt eine kleine Landstraße hinauf in die Berge. Diese sollte man im Februar hinauffahren, dann wird man einfach nur entzĂŒckt sein von der MandelblĂŒte und diesem zarten Rosa, welches sich ĂŒber alle HĂŒgel zieht. Das ist ein Geschenk, das bisschen spĂ€ter im Jahr nur noch von dem Duft der OrangenblĂŒte /azahar ĂŒbertroffen wird. Mandeln, Orangen, Trauben, Oliven, das ist der SĂŒden und das ist auch harte Arbeit. Und Almeria war arm, sehr arm, vor noch nicht allzu langer Zeit. Heute hat sich Almeria aus der Armut befreit. 

Eine wichtige und wertvolle Einnahmequelle ist die Tomate, neben anderem GemĂŒse und Sukkulenten-Pflanzen. Heute flĂ€chendeckend unter Plastik. DarĂŒber lĂ€sst sich streiten, aber diese Industrie kĂ€mpft um QualitĂ€t und Anerkennung und gegen viel internationale Konkurrenz. Almeria trumpft mit Klima. Und sie versuchen den Eco-Markt zu erobern. Der Biomarkt wĂ€chst mit. Wir essen tĂ€glich reifes, schmackhaftes GemĂŒse, dem die Sonne Farbe, Geschmack und Leben gibt. Und die kleinen dunklen Avocados aus Almeria sind unschlagbar lecker und wachsen am Baum an der KĂŒste, an den steilen HĂ€ngen ĂŒber dem Meer.

Gutes Essen macht Laune. Und hier geht man noch aus und liebt es gut zu essen. Almeria wurde 2019 sogar geehrt als Capital Española de Gastronomia. Die Spanier lieben es in großen Gruppen unterwegs zu sein. Familien, Freunde, Kollegen an langen Tischen und alles redet laut und gleichzeitig. Daran gewöhnt man sich, denn die gute Laune strahlt. 

Und wenn wir hier schon beim Essen sind, verraten wir auch, dass die gastronomische Erkundung Almerias unser Lieblingssport ist. Erst ein wenig wandern in Richtung der pittoresken, manchmal auch einfachen, eher etwas verlassen wirkenden Dörfer. Die Abwanderung in die GroßstĂ€dte ist ein Problem. Und wenn wir als AuslĂ€nder nicht immer noch hier Ferien machen wĂŒrden und sogar Grundbesitz kaufen wĂŒrden, wĂ€re es noch trauriger in der Provinz. Aber die Kneipen ĂŒberleben, zumindest die mit den guten, traditionellen Gerichten.

Der Spanier frĂŒhstĂŒckt ja eher nichts, aber ab Mittag ein kleines Bierchen /caña mit einer Tapa geht immer. In Almeria gibt’s die gratis dazu. Das verhindert den ersten kleinen Rausch am Tag. Tabernero, conejo, asadura, costillas in Kleinstportion, ist Luxus pur. Und falls es mal nach Regen aussieht, werden Migas gegessen. Sonst auch, aber der Regen fordert sie heraus. Am besten in Albanchez mit ‚Tomaten-Paprika remojon‘. UnĂŒbertroffen auch die Lammkeule im marokkanischen anmutenden Dorf BenizalĂłn. Und in der Bar Entreamigos in Velez Blanco sollte man sich das Rindersteak gönnen, mit einem Salat ‚tomate Raf‘ pur, mit bisschen kleingehacktem Knoblauch und dem heimischen kaltgepressten Olivenöl. Und dann in die Höhlen, las cuevas de los letreros wandern, um das Wahrzeichen Almerias zu entdecken, unseren Indalo.

Wir (David und Margaret) sehen uns nicht so hĂ€ufig, aber uns verbindet Berlin und Almeria. Und die haben sogar etwas gemeinsam: der Berliner lĂ€sst die anderen einfach ‚sein‘ und korrigiert nicht viel rum und das findet man hier auch. Und mit soviel Sonnenschein rund ums Jahr fĂŒhrt das zu guter Laune!

Wir glauben an die Zukunft und hoffen Euch bald zu sehen, spĂ€testens im FrĂŒhling!

Almeria, MĂ€rz 2020

Casa Contenta Almeria image video

Hier möchte ich Ihnen in unter einer Minute mein Abenteuer Casa Contenta Almeria vorstellen. Ich freue mich und hoffe es vermittelt sich unser Wunsch Ihnen bei der Suche nach Ihrem Wunschobjekt zu helfen.

Image Film Casa Contenta August 2019

Mietobjekte stelle ich auf meiner Webseite nicht vor. Da sie zu sehr von der Jahreszeit und der LÀnge des Aufenthaltes abhÀngen. Aber hier eine Sneak auf alle zum Verkauf angebotenen HÀuser und Wohnungen.

Margaret
August 2019